5. Oktober 2006
Ein Fieber der besonderen Art: das Fußballfieber. Es lässt so manches Herz höher schlagen. Dies galt erst recht schon in den Zeiten der deutsch-deutschen Teilung.
Wie ein Lauffeuer verbreitete sich vor 50 Jahren die Pressemeldung, dass am 6. Oktober der westdeutsche 1. FC Kaiserslautern und der ostdeutsche SC Wismut Karl-Marx-Stadt zu einem Freundschaftsspiel im Leipziger Zentralstadion aufeinander treffen. Die Fußballfans stürmten die Vorverkaufsstellen, mehr als 350.000 Kartenvorbestellungen gingen ein. Das "Stadion der Hunderttausend", wie es wegen der Anzahl seiner Sitzplätze genannt wurde, war hoffnungslos überfüllt.
War es nur Fußballinteresse oder steckte mehr hinter dieser außergewöhlichen Begeisterung? Wie reagierte die SED-Führung darauf, wie schätzte die Geheimpolizei, die Stasi, das Geschehen ein?
Wir haben Zeitzeugen und Sporthistoriker auf das Podium gebeten und wollen, rückblickend auf das legendäre Spiel, über Fußball und deutsch-deutsche sportpolitische Zusammenhänge in den fünziger Jahren diskutieren.
und Wissenschaftlern diskutieren.
Podium
Dr. Jutta Braun, Universität Potsdam
Dr. Ilko-Sascha Kowalczuk, BStU
Dietrich Weise, Zeitzeuge
Werner Mangold, Zeitzeuge
Moderation
Hans-Joachim Seppelt, Journalist
Eine Veranstaltung organisiert von der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen Deutschen Demokratischen Republik
Veranstaltungsflyer als pdf-Datei
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