Vergessene Rekorde - jüdische Athletinnen vor und nach 1933


Aus Anlass der Leichtathletik Weltmeisterschaft 2009 in Berlin hat das Zentrum deutsche Sportgeschichte zusammen mit dem Arbeitsbereich Zeitgeschichte des Sports der Universität Potsdam unter Leitung von Prof. Dr. Hans Joachim Teichler eine Ausstellung zu jüdischen Leichtathletinnen zur Zeit der Weimarer Republik und im Nationalsozialismus erstellt. In der Schau "Vergessene Rekorde", die vom 21. Juni bis 23. August 2009 im Centrum Judaicum in Berlin präsentiert wurde, stehen die Biografien der drei jüdischen Ausnahmetalente Lilli Henoch (Berliner SC), Gretel Bergmann (Schild Stuttgart) sowie Martha Jacob (SC Charlottenburg) im Vordergrund. Hierbei wird zum einen an ihre sportlichen Erfolge erinnert, die heute weitgehend "vergessene Rekorde" sind, jedoch die Blütezeit des jüdischen Sports in Deutschland spiegeln. Zum anderen zeigen die Schicksale der drei Athletinnen exemplarisch die systematische Zerschlagung und Verfolgung jüdischen Lebens im Sport während des NS-Regimes. Finanziert wird die multimedial angelegte Ausstellung von der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung mit einem Förderbetrag von 30.000 Euro und der BOC GmbH mit 5.500 Euro. Kooperationspartner sind das Moses-Mendelssohn-Zentrum für europäisch-jüdische Studien an der Universität Potsdam, das Jüdische Museum Berlin, das Sportmuseum Berlin sowie das Institut für Judaistik an der Freien Universität Berlin.

Zur Ausstellung ist der wissenschaftliche Begleitband im Verlag für Berlin-Brandenburg erschienen.

Die Ausstellung gastiert ab 12. September in Laupheim, der Geburtsstadt von Gretel Bergmann. Nähere Informationen zur Wanderausstellung finden Sie hier.

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